• Australienurlaub: Eindrücke/Fazit

    by  • 2016-02-21 • Reisen • 0 Comments

    So, nun sind alle Tage des Australienurlaubs blogtechnisch behandelt, bleibt nur noch eine Art Zusammenfassung der Eindrücke und ein Fazit, etwas ungeordnet, Gedankensplitter halt 🙂

    Das Land

    Die Flora und Fauna unterscheidet sich schon massiv von dem, was man aus Europa gewohnt ist 🙂  Die Städte und Ortschaften, die ich gesehen habe, waren durchgehend sauberer als deutsche Städte – diese sind im Vergleich dazu geradezu versifft 🙁 Ähnlich verhält es sich mit den Fahrzeugen: die meisten Autos waren neuer, sauberer und moderner als in Deutschland – alte/verdreckte Autos sah ich dort wesentlich seltener als hier. Überhaupt scheint mir der Lebensstandard in Australien höher zu sein als in Deutschland, was eigentlich ein Armutszeugnis für Deutschland ist, wenn man bedenkt was für ein angeblich reiches Land Deutschland doch ist.

    Die Sonneneinstrahlung dort ist schon krass: Ich selbst habe mich täglich mit Sonnenschutzcremé Lichtschutzfaktor 50(!) eingerieben sowie eine Kopfbedeckung getragen (entweder Basecap oder Hut). Wenn man zum ersten Mal an einem Auto Löcher im Lack sieht, die durch die Sonneneinstrahlung (dank Ozonloch) verursacht wurden, zögert man auch nicht – alleine die Vorstellung was die UV-Strahlen mit der Haut anstellen wenn sie schon den Lack zerstören… OK, ich bin zwar nicht allzu braun geworden, aber dafür dürfte ich auch mein Hautkrebsrisiko nicht allzu erhöht haben.

    Apropos Autos: Viele Pickups fahren dort – teilweise mit Schnorchel und mit Winde. In Australien machen die dort auch erheblich mehr Sinn als Geländewagen in Deutschland 🙂

    Zu der Fauna: In Australien gibt es die giftigsten Tiere der Welt, allerdings ist es nun auch nicht so, dass man ständig auf der Hut sein muss dass man angegriffen wird – so ist es nun auch nicht. Zwei Mal habe ich mehr oder wenige gefährliche Tiere gesehen.

    Die Leute

    Ah, die Australier 🙂 Es war geradezu ein Kulturschock als in Brisbane zur Immigration ging und verwundert war, wie freundlich und locker die Beamten im Vergleich zu Tegel, Heathrow und Hongkong waren – es stellte sich heraus, dass das eine typische Eigenschaft der Aussies ist: Ein sehr freundliches, lockeres und entspanntes Volk, deren Standardbegrüßung die Frage ist wie es einem geht (und was man durchaus beantworten kann und zurückfragt). Ich bin noch in keinem anderen Land so schnell mit Leuten in Kontakt/ins Gespräch gekommen wie hier 🙂 Ich wurde ab und zu auf meine T-Shirts angesprochen, eine Anekdote dazu: Ein Arbeiter sah mein „I killed Laura Palmer“-Shirt, meinte, „Hey, Twin Peaks! I saw this show years ago! Most mental show I’ve ever seen“ und lachte, und ich gab ihm High Five 🙂  So was in der Art ist mir ab und zu noch mal passiert, war immer ganz witzig 🙂

    Es ist wirklich erstaunlich wie unfreundlich, unhöflich und verbissen die Deutschen dagegen sind…

    Finanzielles

    Ein weiterer Kulturschock: Praktisch überall in Australien kann man mit Karte zahlen, wenn auch ab und an mit prozentualem Aufschlag, wenn man eine Kredit- statt einer Debitkarte nutzt. Wenn ich mich recht erinnere gab es exakt zwei Situationen während des ganzen Urlaubs, wo nur Bargeld akzeptiert wurde: Ein asiatischer Imbiss und ein italienisches Eiscafé. Und die – in Deutschland übliche – Kreditkartenzahlung mit Unterschrift ist dort geradzu vorsintflutlich: Üblich ist entweder das kontaktlose Zahlen (bis zu einem gewissen Betrag) oder das Zahlen mit Chip+Pin, gerade erstes – das kontaktlose Zahlen – geht erheblich schneller als die Zahlung mit Bargeld. Die Leute waren immer überrascht, dass ich was unterschreiben musste, sie dachten dass die Onlineverbindung evtl. gestört wäre, ich habe immer wieder aufgeklärt dass die altertümliche Methode normal in Europa sei 😐

    Benzin ist erheblich günstiger als hier, Lebensmittel dagegen erheblich teurer – das hat verschiedene Gründe, allerdings muss man auch sagen, dass Lebensmittel in Deutschland geradezu zu Dumpingpreisen angeboten werden.

    Essen und Trinken

    Das Essen ist recht vielseitig und auch für den europäischen Gaumen nicht wirklich ungewöhnlich – Vegemite mal ausgenommen 🙂 Einzig ungewöhnlich empfinde ich die Vorliebe der Australier für rote Bete, aber gibt schlimmeres.

    Oh, und Cider gibt es dort beinahe überall 😀 Soviel Cider wie in Australien habe ich mein ganzes Leben nicht getrunken, ist sehr erfrischend aber teilweise auch nicht ganz ungefährlich – bis zu 12%, die dank der Säure kaum rauszuschmecken sind  😯

    Wie auch die Lebensmittel ist das Essen oft teurer als in Deutschland.

    Sonstiges

    Fast überall in Australien habe ich Deutsche gesehen/gehört 😮 Und bei Aldi (ja, Aldi gibt es auch in Australien) hat mich die Kassieren – als sie meine deutsche Kreditkarte sah – auf Deutsch angesprochen 😮

    Auf der linken Seite zu fahren ist erheblich einfacher als gedacht – überhaupt kein Problem.

    Fazit

    Ein Superurlaub, wenn auch nicht ganz billig – aber ich bereue keinen einzigen Cent! Die Mischung aus urbanen Erlebnissen – Städte, Vergnügungsparks, etc – , Baden am Strand sowie Natur (Fraser Island, Blue Mountains, Springbrook, etc.) war wirklich schön und abwechslungsreich. Hat sich in jedem Falle gelohnt, ich kann nur jedem raten auch mal das Land zu besuchen – und es ist für mich kein Wunder, warum die Leute alle nach Australien wollen 🙂

    Noch mal vielen Dank an Tobias, der mich begleitet und bei dem ich gewohnt hat und der mir diverse Ecken gezeigt hat – das war wirklich erholend und hat Spaß gemacht 🙂 Jederzeit gerne wieder!

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