• Australienurlaub, Teil 12 (22.12): Hongkong

    by  • 2016-02-20 • Reisen • 0 Comments

    Am 22.12 morgens erreichte ich nach einem ruhigen, ereignislosen Flug Hongkong – ich hatte hier insgesamt 16 Stunden Aufenthalt, das war auch bewusst so geplant: Ich wollte die Zeit nutzen um mir Hongkong anzuschauen, leider war es nicht ganz so interessant wie erhofft.

    Nach dem Kauf eines Tagestickets für die Bahnen in Hongkong fuhr ich mit dem Airport Express Richtung Innenstadt zu meinem ersten Ziel, dem Victoria Peak. Am Bahnhof Hongkong Central angekommen hat es länger gedauert bis ich den Weg dorthin gefunden habe – trotz Karten(Apps), die Beschilderung ist arg verwirrend: Diverse Ausgänge, plötzlich stand ich in einer Mall usw. Nach ein wenig Herumirren habe ich dann doch den richtigen Weg heraus gefunden 🙂

    Victoria Peak

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    Hongkong bei schlechtem Wetter :-/

    Ich bin dann mit der Zahnradbahn zum Victoria Peak gefahren – einen Aussichtspunkt auf einem Berg der normalerweise einen spektakulären Blick – dummerweise hat das Wetter nicht mitgespielt 🙁 Es war stark bewölkt mit teilweise Nieselregeln und generell diesig, so dass der Ausblick nicht sonderlich toll war (siehe Foto). Passend zum trostlosem Wetter war auch das Einkaufszentrum dort oben: gähnende Leere, Geschäfte geschlossen/renoviert, alles andere als einladend. Wenigstens habe ich etwas Witziges erlebt: Eine Gruppe Schülerinnen kam auf mich zu und führte ein Interview für ein Schulprojekt auf Englisch, wo ich denn her käme, wie mir Hongkong gefiele usw. War ganz amüsant, die Schülerinnen bedankten sich danach artig und zogen von dannen 🙂 Meine Vermutung: Für die Englischklasse um Englisch zu üben.

    Danach habe ich noch schnell einen Geocache für die Statistik/den Länderpunkt dort oben gehoben und binn mit der Zahnradbahn wieder in die Stadt gefahren und habe die Zeit bis zum Termin für Ngong Ping (siehe unten) in der IFC Mall verbracht – ein riesiges Luxuseinkaufszentrum mit allen möglichen Luxusmarken (Versace, Prada, Brooks Brothers, Rolex & co). Einerseits war das schon recht faszinierend die ganzen Luxusmarken an einem Ort zu sehen, anderseits kam mir das schon sehr dekadent vor, wenn man bedenkt wie wenig die einfache Bevölkerung dort wohl verdient..

    Danach ging es zu

    Ngong Ping

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    Tian Tian Buddha

    Ursprünglich hatte ich ja vor, Ngong Ping auf der Hinreise zu besuchen, das habe ich allerdings verworfen, siehe Blogeintrag. Diesmal war ich besser vorbereitet und hatte die Karte für die Seilbahn – Ngong Ping 360 – inklusive Termin vorher besorgt, wobei ich trotz Termins etwa 30 Minuten warten musste. Die Seilbahn führt von der Bodenstation – auf Lantau – hoch zum Ngong Ping-Plateu, eine Fahrt von ca. 25 Meter über das Meer, ich hatte eine Gondel mit Glasboden gebucht, war recht interessant, wobei das Wetter immer noch nicht ideal war.

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    Freilaufender Hund

    Dort oben steht der Tian Tian Buddha, einer der größten sitzten Buddha-Statuen der Welt (siehe Fotos) sowie ein buddhistisches Kloster. Faszinierend in dem Zusammenhang: Ich habe in der Schlange bei der Seilbahn einige buddhistische Mönche gesehen, die safranfarbenen Roben waren aus modernen Material, sie trugen Markenrucksäcke und hatten Smartphones – entsprach so ganz und gar nicht der Vorstellung von armen Mönchen 🙂

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    Statuen bei Ngong Ping

    Ich bin ein bisschen auf dem Plateu herumgelaufen (das Wetter hatte sich mittlerweile ein wenig verbessert), durch das Dorf gegangen und auch einige Wege gewandert – u.A. liefen dort Hunde frei herum, die anscheinend keinen offensichtlichen Besitzer hatten, siehe Fotos. Insgesamt hatte ich allerdings einen eher gemischten Eindruck von Ngong Ping: Das ganze war sehr stark auf Touristen ausgelegt, und so war mir vollkommen unklar, was dort oben tatsächlich authentische Kultur ist/war und was nur für die Touristen da war.

    Ich bin dann am Nachmittag zurück zum Tal gefahren und mit dem Bus zum Flughafen – und die restliche Zeit dann wieder in der Lounge („The Wing“) nach einer angenehmen Dusche und Rasur verbracht. Am 23.12. erreichte ich dann früh morgens London, wo ich wieder – Zeit genug hatte ich ja noch – mich geduscht und rasiert habe, in der Lounge gemütlich gewartet und enspannt habe, ein paar Dinge eingekauft und dann nach Berlin geflogen bin – um 11:50 war ich dann in Tegel und wurde vom Gate vom Limousinenservice abgeholt 🙂

    Fazit Hongkong

    Hongkong hat mich ehrlich gesagt nicht sonderlich beeindruckt – sehr viele Hochhäuser (auf dem Foto von Victoria Peak kann man das ahnen), sehr viel Autoverkehr, enge Bürgersteiger, wenig Atmosphäre / Kultur.  Frankfurt am Main fällt mir als Vergleich dazu ein. War mal interessant, aber Urlaub würde ich da nicht verbringen wollen.

    Was für mich allerdings interessant und neu war, weil ich das erste Mal in einer asiatischen Stadt war: Als Mitteleuropäer war ich quasi in der Minderheit 😀 Ich wrude keinesfalls merkwürdig angeschaut o.ä., aber es fühlte sich dennoch irgendwie eigenartig an umgeben von Asiaten – jetzt kann ich mir so langsam vorstellen, wie es Asiaten/Afrikanern hier in Europa gehen muss 🙂

    Bilder

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